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Ratgeber für Menschen mit Behinderung der Stadt Bochum
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Grußwort

Grußwort der Oberbürgermeisterin der Stadt Bochum Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Menschen mit Behinderungen haben einen berechtigten Anspruch auf uneingeschränkte und gleichberechtigte Teilhabe am Leben in unserer Stadt. Ihnen diese zu ermöglichen, ist das Ziel des vorliegenden Ratgebers.

Er gibt Auskunft darüber, wie man sich barrierefrei durch Bochum bewegen kann. Er nennt Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner, Service- und Beratungsstellen für alle wichtigen Alltagsfragen. Er informiert über Fördermöglichkeiten, Rechtsansprüche und gesetzliche Grundlagen. Und mit zahlreichen Tipps von A wie „Ambulant Betreutem Wohnen“ bis Z wie „Zugang zu öffentlichen Gebäuden für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer“ ist er eine vielseitige Orientierungshilfe für Menschen mit Behinderungen.

Ich freue mich daher sehr, dass nach der Erstauflage von 2007 nun diese aktualisierte Ausgabe veröffentlicht werden kann und danke all jenen, die diese Broschüre ermöglicht bzw. an ihrer Erstellung mitgewirkt haben.



Ihre
Dr. Ottilie Scholz
Dr. Ottilie Scholz I Grußwort der Oberbürgermeisterin der Stadt Bochum

Titelbild: links oben – Massenberg-Boulevard Bochum-City links unten – Einkaufscenter Drehscheibe/City-Point Bochum-City rechts – Pia mit Eltern (Fotos Presse- und Informationsamt Stadt Bochum, Arne Mayntz Fotografie)



Interview mit der „Arbeitsgemeinschaft Behinderte in Bochum


Interview mit der „Arbeitsgemeinschaft Behinderte in Bochum Interview mit der „Arbeitsgemeinschaft Behinderte in Bochum „Nur gemeinsam sind wir stark.“ Bereits bei der Gründung 1980 war dies das Motto der „Arbeitsgemeinschaft Behinderte in Bochum“.
Unter ihrem Dach haben sich zahlreiche Vereine, Organisationen und Institutionen aus dem Bereich der Hilfe und Selbsthilfe behinderter und chronisch kranker Menschen zusammengeschlossen. Repräsentiert wird die „Arbeitsgemeinschaft Behinderte in Bochum“ durch die Geschäftsführerin Rena Beuchel und den Sprecher Werner Hirschmann. Mit beiden sprachen wir über die Arbeit dieses offenen Forums, seine Erfolge und Probleme, die es gegenwärtig zu lösen gilt ...

Die „Arbeitsgemeinschaft Behinderte in Bochum“ ist seit nunmehr drei Jahrzehnten in der Öffentlichkeit als kompetente Interessenvertretung anerkannt. Sie ist bei der Erarbeitung von behinderungsrelevanten Problemlösungen für die Stadt Bochum und andere Institutionen als wichtiger Partner akzeptiert. Welche positiven Ergebnisse hat sie in der zurückliegenden Tätigkeit erreichen können?
Rena Beuchel: „Durch zahlreiche von uns initiierte Maßnahmen zur Erlangung von mehr Barrierefreiheit konnte die Lebensqualität behinderter Menschen in unserer Stadt verbessert werden. An dieser Stelle muss ich vor allem natürlich das Haus der Begegnung nennen, das auf Initiative der Arbeitsgemeinschaft eingerichtet wurde. Es ist für uns ein Ort, an dem behinderte und nicht behinderte Menschen jeden Alters zusammentreffen und Erfahrungen austauschen.“

Doch das ist noch lange nicht alles …
Werner Hirschmann: „Nein. Darüber hinaus wurde eine Anzahl von Fachdiensten, Einrichtungen und Institutionen für Menschen mit Behinderungen in den Bereichen Frühförderung, Wohnen und Arbeit geschaffen. Wir haben auch erreicht, dass ein sachkundiger Einwohner in den Sozial- und Gesundheitsausschuss der Stadt Bochum berufen wurde. Außerdem vertritt die AG Behinderte ihre Interessen in der kommunalen Pflegekonferenz sowie in der kommunalen Gesundheitskonferenz.“

Welche Aufgaben sehen Sie gegenwärtig vor sich?
Rena Beuchel: „Noch nicht abgeschlossen ist der Aufbau eines behindertengerechten öffentlichen Personennahverkehrs durch den umfassenden Einsatz von Niederflurbussen und Niederflurbahnen mit fahrzeuggebundenen Einstiegshilfen und die komplette barrierefreie städtebauliche Gestaltung Bochums.“ Welche Ziele strebt die Arbeitsgemeinschaft in der Zukunft mit ihrer Arbeit an?
Werner Hirschmann: „Wir wollen übergreifende Informationen und Erfahrungen in der Behindertenarbeit austauschen und verarbeiten. Bei der Umsetzung der Behindertengleichstellungsgesetze, insbesondere der UN-Konvention über die Rechte der Menschen mit Behinderungen, und bei anstehenden Problemen geben wir Anregungen und Hilfen nach innen und außen. Eine wichtige Aufgabe der Arbeitsgemeinschaft wird sein, die Zusammenarbeit aller Behinderten, ihrer Vereine, Verbände, Organisationen und Institutionen zu fördern und zu koordinieren. Dafür werden bei gemeinsamen Problemen Arbeits- und Planungsziele erarbeitet. Durch eine aktive Öffentlichkeitsarbeit wollen wir Einfluss auf gesellschaftliche und politische Einstellungen nehmen. Und wir werden immer wieder an die Verantwortlichen appellieren, auch auf freiwilliger Basis alles zu tun, um behinderten und chronisch kranken Menschen eine Teilhabe ohne Barrieren in allen Lebensbereichen zu ermöglichen.“

Arbeitsweise der „Arbeitsgemeinschaft Behinderte in Bochum“: Alle zwei Monate am ersten Montag tagt das Plenum der Arbeitsgemeinschaft um 18 Uhr im Haus der Begegnung. In den Sitzungsprotokollen werden Planungen, Entscheidungen und Ergebnisse aufgezeichnet. So ist die Transparenz sowie Erfolgskontrolle möglich. Die Protokolle werden an die 100 im Verteilerverzeichnis der Arbeitsgemeinschaft eingetragenen Mitglieder verschickt.

Wichtig: Die Arbeitsgemeinschaft ist ein offenes Forum und schränkt die Handlungsautonomie der ihr angehörenden Vereine, Verbände, Institutionen und Selbsthilfegruppen nicht ein. Sie versteht sich als Interessenvertretung auf örtlicher Ebene. Die ins Plenum eingebrachten Themen werden diskutiert, beraten und aufgearbeitet. Daraus resultierende Ergebnisse und Empfehlungen werden wiederum vom Plenum der „Arbeitsgemeinschaft Behinderte in Bochum“ in einem demokratischen Abstimmungsverfahren verabschiedet.

Geschäftsführerin und Sprecher sind innerhalb der protokollierten Beschlüsse des Plenums handlungsberechtigt.


Info:
Arbeitsgemeinschaft Behinderte in Bochum
Alsenstr. 19 a (Haus der Begegnung)
44789 Bochum
www.hdb-bochum.de –> AG Behinderte
Ansprechpartnerin und Ansprechpartner:
Rena Beuchel (Geschäftsführerin)
Tel.: 02 34/31 10 66
Fax: 02 34/31 10 69
Werner Hirschmann (Sprecher)
Tel.: 02 34/79 76 73
haus-der-begegnung@diakonie-ruhr.de

Einleitende Worte der Sozialdezernentin der Stadt Bochum


Einleitende Worte der Sozialdezernentin der Stadt Bochum Liebe Leserin, lieber Leser,

die Belange der Bürgerinnen und Bürger mit Behinderungen waren in den letzten Jahren immer wieder Thema in unserer Stadt.
Themen wie Barrierefreiheit, Teilhabe, Selbstbestimmung und Inklusion standen dabei im Mittelpunkt der Diskussion.

Menschen mit Behinderungen sind in besonderem Maße auf die Unterstützung und die Solidarität der Gesellschaft angewiesen, denn:
Behinderung – das bedeutet, in körperlichen Funktionen, geistigen Fähigkeiten oder seelischer Gesundheit eingeschränkt und daher in der Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt zu sein.

Ein Leben mit Behinderung stellt Betroffene und Angehörige vor ganz besondere Herausforderungen. Immer wieder stehen sie vor der Frage, wo sie – in jeder Lebensphase und jedem Alter – die richtige Hilfe in unserer Stadt bekommen können.

Der 2. aktualisierte Ratgeber für Menschen mit Behinderung soll die 50.000 schwerbehinderten Mitbürgerinnen und Mitbürger unterstützen, ein weitgehend selbstbestimmtes Leben mit Behinderungen zu leben. Er ist als Orientierungshilfe und Nachschlagewerk zu verstehen, der die verschiedenen Hilfsangebote aufführt.
Eine persönliche Beratung kann und will dieser Ratgeber selbstverständlich nicht ersetzen. Wenden Sie sich hierzu vertrauensvoll an die in diesem Ratgeber aufgeführten Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner.

Der Ratgeber für Menschen mit Behinderungen wird in der barrierefreien Version im Internet zeitnah aktualisiert. Über Hinweise, Korrekturen, Ergänzungen und Kritik von Ihnen würde ich mich sehr freuen. Scheuen Sie sich nicht, mit meiner Fachabteilung „Hilfen für Menschen mit Behinderungen“ Kontakt aufzunehmen. Die barrierefreie Version finden Sie unter www.bochum.de/handicap.

Ihre
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Britta Anger